Alfred Odenheimer


      geb.: 19.6.1882 in Emmendingen

      gest.: 2.6.1966 in Los Angeles, USA

      Beruf: Fabrikant


      Wohnorte:

      1882

      Von: 19.6.1882 bis: 1907

      Karl-Friedrich-Str. 47, Emmendingen

      1907

      Von: 1907 bis: 1911

      Hebelstr. 9, Emmendingen

      unbekannt

      Von: unbekannt bis: 16.8.1937

      Schlosserstr. 16, Emmendingen

      Emigration:

      1937

      Von: 16.8.1937 bis: unbekannt

      Aus: Emmendingen nach: Zürich, Schweiz

      1939

      Von: 4.1939 bis: unbekannt

      Aus: Zürich, Schweiz nach: Belgien

      1939

      Von: 16.5.1939 bis: 1.7.1939

      Aus: Antwerpen, Belgien nach: Los Angeles, California, USA

      Transportmittel: Schiff SS MS Oakland

      Emigration der ganzen Familie Alfred, Gertrud, Hildegard und Klaus Odenheimer Letzter Wohnort: Zürich Verwandter im Ursprungsland: Neffe Leopold Goldschmidt, Karl-Friedrich-Str. Emmendingen Verwandter in den USA: Schwägerin Anna Odenheimer, Arden Boulevard, Los Angeles


       

      Familienzusammenhänge

      Eltern:

      Mutter:

      Hinette Odenheimer, geb. Goldschmidt

      geb. am 2.10.1849 in Emmendingen

      gest. am 14.3.1899 in Emmendingen

      Vater:

      Bernhard Baruch Odenheimer

      geb. am 27.1.1845 in Wiesloch

      gest. am 3.5.1929 in Emmendingen

      Geschwister

      Schwester:

      Elsa Guggenheim, geb. Odenheimer

      geb. am 2.4.1888 in Emmendingen

      gest. am 18.6.1962 in Unterseen, Bern, Schweiz

      Schwester:

      Anna Heitlinger, geb. Odenheimer

      geb. am 12.6.1881 in Emmendingen

      gest. am 1.10.1938 in Pforzheim

      Schwester:

      Maria Mayer, geb. Odenheimer

      geb. am 27.1.1879 in Wiesloch

      gest. am 22.8.1951 in Philadelphia, Pennsylvania, USA

      Schwester:

      Rosalie Rosenthal, geb. Odenheimer

      geb. am 27.11.1874 in Wiesloch

      gest. am 29.9.1942 in Ghetto Theresienstadt, besetzte Tschechoslowakei (Tschechien)

      Bruder:

      Max Odenheimer

      geb. am 11.10.1877 in Wiesloch

      gest. am 19.6.1935 in Badenweiler

      Schwester:

      nn Odenheimer

      geb. am 30.4.1880 in Bruchsal

      gest. am 30.4.1880 in Bruchsal

      Schwester:

      Recha Odenheimer

      geb. am 4.7.1891 in Emmendingen

      gest. am 16.10.1893 in Emmendingen

      Bruder:

      Friedrich Leopold Odenheimer

      geb. am 17.12.1889 in Emmendingen

      gest. am 27.12.1892 in Herten

      Bruder:

      Heinrich Odenheimer

      geb. am 5.4.1886 in Emmendingen

      gest. am 25.5.1912 in Emmendingen

      Schwester:

      Bertha Odenheimer

      geb. am 10.4.1885 in Emmendingen

      gest. am 25.11.1887 in Emmendingen

      Schwester:

      Pauline Bollag, geb. Odenheimer

      geb. am 14.5.1876 in Wiesloch

      gest. am 19.3.1963 in Riehen, Schweiz


      Ehepartner:

      Hochzeit am: 23.2.1911

      in: Mannheim

      Nanni Odenheimer , geb. Richheimer

      geb. am 24.3.1890 in Mannheim

      gest. am 24.8.1931 in Amsterdam, Niederlande

      Hochzeit am: 9.2.1921

      in: Emmendingen

      Gertrud Alice Odenheimer , geb. Sternberg

      geb. am 15.11.1896 in Offenbach

      gest. am 4.9.1996 in Los Angeles, California, USA

      Kinder

      Tochter:

      Hildegard Geller, geb. Odenheimer

      1921 – 2004

      geb. am 27.1.1921 in Freiburg

      gest. am 9.2.2004 in Los Angeles, California, USA

      Sohn:

      Klaus Odenheimer

      1923 – 1987

      geb. am 30.7.1923 in Freiburg

      gest. am 25.1.1987 in Van Nuys, Los Angeles, California, USA


       

      Biografie

      Geschichte

      Alfred Odenheimer wurde 1882 in Emmendingen als Sohn von Bernhard Baruch Odenheimer (geboren 1845 in Wiesloch) als eines von zwölf Geschwistern geboren. Der aus einer Wieslocher Familie stammende Bernhard Odenheimer war mit der aus Emmendingen stammenden Hinette, geb. Goldschmidt, verheiratet. Seit 1882 lebte das Ehepaar in Emmendingen. Von den zwölf Kindern erreichten sieben das Erwachsenenalter. Alfred kam nach dem Umzug nach Emmendingen 1882 in der Karl-Friedrich-Straße 47 als siebtes Kind auf die Welt. Seine Mutter verstarb mit 49 Jahren, Alfred war 16 Jahre alt.

      Schulzeit und Berufsstationen

      Nach seiner Realschulzeit ging Alfred Odenheimer in Mannheim in eine Lehre als Handelskaufmann. Während dieser Zeit sammelte er Erfahrungen mit ausländischen Tabaken im Betrieb seines Vaters, der in Emmendingen einen Tabakgroßhandel betrieb. Nach seiner Lehre in Mannheim war er bei der Emmendinger Rohtabakfabrik C.A. Ringwald und ab 1907 als „Reisender“ (Vertreter) bei der Emmendinger Zigarrenfabrik von Max Bloch angestellt. 1910 wurde er Teilhaber dieser Firma.

      Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger unter anderem in den Luftstreitkräften und bekam eine Auszeichnung.

      1918 schied er bei der Firma Bloch aus. Dabei wurde eine Realteilung der Firma vorgenommen, so dass Alfred Odenheimer einen Teil des Emmendinger Hauptbetriebes im damaligen Westend 21, drei Wohnhäuser im Westend und die Filiale Köndringen als Basis für seine eigene und expandierende Zigarrenfabrik übernahm. 1929 kaufte Alfred Odenheimer die Verkaufsfirma Simon&Co (Karlsruhe). Er verlegte den Sitz nach EM und führte die Geschäfte als Einzelkaufmann unter altem Namen weiter. Die Firma A. Odenheimer zur Produktion von Zigarren und Zigarillos mit Produktionsstätten in Emmendingen, Köndringen, Endingen, Heimbach und Wagenstadt sowie seine Verkaufsfirma Simon&Co baute er zu einem der größten Zigarrenfabriken in Südbaden mit bis zu 450 Mitarbeitern aus. Der Firmensitz lag in Westend 21.

      Familiengründung

      Alfred Odenheimers erste, kinderlos gebliebene Ehe wurde geschieden. Er war in zweiter Ehe mit Gertrud Alice, geborene Sternberg, verheiratet. Die Ehe wurde 1921 in Offenbach, der Geburtsstadt seiner Ehefrau geschlossen. Das Ehepaar lebte in Emmendingen und hatte zwei Kinder, Tochter Hildegard (1921-2004) und Sohn Klaus Ferdinand (1923-1987). Die Familie wohnte die längste Zeit in der Schlosserstraße 16. Alfred Odenheimer war seit 1931 Vorsteher der Israelitischen Gemeinde Emmendingen.

      Ziel von ersten Repressionen

      Die Nationalsozialisten riefen im Rahmen eines reichsweiten Boykottaufrufs am 1. April 1933 auch in Emmendingen zu einem Boykott von 52 jüdischen Händler:innen und Gewerbetreibenden auf. Vor den Geschäften wurden zur Abschreckung SA-Männer postiert. Einer der Betroffenen war der Tabakfabrikant Alfred Odenheimer.

      Im Zusammenhang mit dem Boykott der Geschäfte jüdischer Inhaber:innen in Emmendingen findet sich im Archiv der Stadt Emmendingen ein Dokument für Zivilcourage eines damals sehr bekannten Emmendinger Fabrikanten. Mit Datum vom 19. Mai 1933 richtete der Tabakfabrikant Karl Johann Ringwald an die Handelskammer Freiburg ein Schreiben, in dem er auf die Bedeutung der betroffenen Emmendinger Tabakfirmen Günzburger & Richheimer und Odenheimer für die Arbeitsplätze in der Stadt hinweist. Und er scheut sich nicht, in drastischen Begriffen die  „aus Missgunst und Brotneid hervorgegangene Bewegung“ zu kritisieren und dies als Gefahr für den Deutschen Staat zu bezeichnen („provideant consules“, eine Anspielung auf die Römische Republik). Dem Schreiben war ein Telefonat mit dem Vorsitzenden der Handelskammer zum selben Thema vorausgegangen.

      In einem bewegenden Brief (siehe unten!) drückt ihm der jüdische Emmendinger Bürger und Unternehmer Alfred Odenheimer im selben Monat seinen Dank für den Vorstoß von Karl Johann Ringwald gegenüber der Handelskammer Freiburg aus. Alfred Odenheimer beklagt in diesem Dankesschreiben „lauten Über-Patriotismus“, „hirnverbrannte, irregeleitete Phantasten“ und die „Brandmarkung [der Juden] als Volks- und Landesverräter“. Tief bewegt dankt er Karl Ringwald für seinen „Mut“ und seinen „Widerspruch gegen die Volksverhetzung“ in dessen Schreiben an die Handelskammer Freiburg.

      Karl Johann Ringwald blieb nach dem Ende des Ersten Weltkrieges Anhänger des zerfallenen deutschen Kaiserreiches und zeigte dies öffentlich. Die Demokratie der Weimarer Republik lehnte er ab. Im fünften Monat nach der Machtübertragung auf die Nationalsozialisten zeigt sein Vorstoß für den jüdischen Mitbürger eine sehr menschliche Seite. Ob dies für eine offene Ablehnung der nationalsozialistischen Ideologie und Herrschaft durch Karl Johann Ringwald generell steht oder primär die brutalen Methoden der SA-Schergen beim Boykott der Geschäfte jüdischer Gewerbetreibender geißelt, muss offenbleiben. Jedenfalls zeigte sein mutiges Auftreten eine Haltung, die in dieser Zeit bei Wenigen aus der großbürgerlichen Schicht zu finden war.

      Die Familie Odenheimer in der  Zeit des Nationalsozialismus

      Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten geriet die Familie Odenheimer unter einen zunehmenden Druck durch Aufmärsche der SA vor ihrem Haus sowie durch Mobbing und tätliche Angriffe gegen die Kinder, die zu dieser Zeit die Schule in Emmendingen besuchten. Es kam zu Beschimpfungen wie „Drecksjude“ und aggressiven Sprechchören vor dem Wohnhaus der Familie. Den Schülern wurde verboten, mit jüdischen Mitschülern zu gehen oder zu sprechen. Die SA marschierte in den Straßen Emmendingens, in denen Juden ihre Geschäfte hatten, und sangen Lieder wie „Wenn´s Judenblut vom Messer spritzt“.

      Die Familie suchte nach anderen Schulen für ihre Kinder. Die Tochter konnte auf eine Mädchenschule in Freiburg gehen, wo die Verfolgung etwas weniger zu spüren war, als in Emmendingen. Während der Bahnfahrt nach Freiburg mussten jüdische Schüler und Schülerinnen ein eigenes Abteil getrennt von „arischen“ Schülern benutzen. Für den Sohn wurde schließlich ein Platz in einem Schweizer Internat gefunden. Der Devisenkauf zur Finanzierung wurde Alfred Odenheimer jedoch nur für ein Jahr genehmigt.

      Nach der Einschätzung von Alfred Odenheimer war es in dieser Phase das Ziel der nationalsozialistischen Führung, Juden aus Deutschland zu vertreiben. Die zunehmende persönliche und wirtschaftliche Isolation und die verbalen Drohungen und Hassangriffe zeigten jedoch, dass die jüdischen Mitbürger um Leib und Leben fürchten mussten.

      Im März 1936 reiste das Ehepaar Odenheimer nach New York, vermutlich um die Emigration vorzubereiten. Das Ehepaar wohnte im Hotel Commodore in New York.

      Verkauf der Firma und Emigration

      Alfred Odenheimer musste seine Zigarrenfabrik mit allen Filialen verfolgungsbedingt verkaufen. Die Firma wurde am 14.6.1937 von einem Konsortium von vier oberbadischen Tabakfabriken zu einem Kaufpreis von 622 379,85 RM übernommen.

      Die beteiligten Zigarrenfabriken hatten primär Interesse am Tabakkontingent der Fa. Odenheimer, beendeten die Zigarrenproduktion und verkauften Immobilien und Maschinen der ehemaligen Firma A. Odenheimer. Die den Zigaretten- und Zigarrenfabriken zugewiesenen Tabakkontingente waren aufgrund der devisenbedingten Außenhandelsbeschränkungen des Dritten Reiches streng limitiert und begrenzten damit auch den Umsatz. Die Käufer konnten so ihr jeweiliges Kontingent an Tabakimporten (insbesondere aus Sumatra) erhöhen und ihre Produktion steigern. Bei dem aufgrund der Judenverfolgung unter Zwang zustande gekommenen Verkauf der Firma war ein deutlich niedrigerer Erlös zu erzielen, als der Wert und Ertrag der Firma es rechtfertigten.

      Im Juli 1937 emigrierte die Familie nach Zürich und galt ab 16. August 1937 in Emmendingen als abgemeldet und ausgereist. Am 4. April 1939 konnten die Odenheimers in Zürich ihre Visa für die USA abholen. Am 16. Mai reiste die vierköpfige Familie mit der MS Oakland von Antwerpen in die USA und kam am 1. Juli 1939 in Los Angeles an. Im selben Jahr stellten Alfred Odenheimer und seine Frau einen Einbürgerungsantrag in die Vereinigten Staaten.

      Neuer Anfang in den USA

      Alfred Odenheimer lebte nach seiner Emigration mit seiner Familie in Los Angeles. Bis 1942 war er ohne Einkommen, war dann als Arbeiter, anschließend als kleiner Fabrikant und zuletzt bis 1947 als Telegrammbote tätig. Danach sicherten die Restitutionsgelder die Lebensgrundlage. 

      Im Jahre 1937 hatte Alfred Odenheimer in Emmendingen mit seiner Zigarrenfabrik ein Millionenvermögen besessen. Bei seiner Ausreise hatte er über 130 000 RM an Reichsfluchtsteuer und anderen Abgaben zu leisten. Da Devisentransfers ins Ausland praktisch unterbunden wurden und auch weiterer Besitz von Alfred Odenheimer wie Wohnhaus und Sparguthaben zurückgelassen werden mussten, war die Familie bei ihrer Ankunft in die USA praktisch mittellos.

      Alfred Odenheimer und nach seinem Tod seine Ehefrau kämpften mit ihrem Anwalt um Entschädigung für die erlittenen materiellen Verluste bis in die 1960er Jahre. Nach einer Auflistung seiner Ehefrau von 1969 betrugen die über mehrere Jahre schrittweise erfolgten Kapital-Entschädigungen ca. 74 700 $. Dazu kamen noch Rentenzahlungen an ihn und die hinterbliebene Witwe.

      Am 2. August  1966 starb Alfred Odenheimer mit 84 Jahren in Los Angeles. Seine Frau Gertrud verstarb 1996 mit 99 Jahren ebenfalls in Los Angeles. Seine beiden Kinder lebten und arbeiteten dort als Bakteriologin und als Arzt.

      Dieter Wörner

      ______________________________

      Transkription des Briefs von Alfred Odenheimer vom 22. Mai 1933 an den Emmendinger Unternehmer Karl Johann Ringwald. Transkribiert von Dr. Dieter Wörner, Emmendingen, Veröffentlichung mit freundlicher Erlaubnis: 

      Alfred Odenheimer Cigarrenfabriken

      Emmendingen, den 22. Mai 1933 (Baden)

      Sehr geehrter Herr Ringwald,

      ich kann Ihnen nicht schnell genug meine Hochachtung über Ihren Mut aber auch meinen Dank gegenüber Ihrem an die Handelskammer Frbg. gerichteten Schreiben ausdrücken. Diesen Mut bringen nur Männer auf, die aus ihren Empfindungen, Überzeugungen und Erfahrungen keinen Hehl machen können und denen das wirkliche Wohl des Staates mehr am Herzen liegt, als jenen die vor lauter Über-Patriotismus schäumen und sprudeln.

      Ohne Ihnen irgendwie schmeicheln zu wollen, muß ich meinem Bedauern und meiner größten Enttäuschung Ausdruck verleihen, daß es so wenig Männer in Deutschland giebt, die der Volksverhetzung durch wahrhaft verabscheuungswürdige Mittel widersprechen, dagegen so Viele, die ihr aus gewinnsüchtigen  Gründen geradezu Vorschub leisten.

      Es ist tief bedauerlich, daß sich nicht eine Anzahl Männer Ihrer Klasse zusammenfinden und an die Öffentlichkeit getrauen, um hirnverbrannte, irregeleitete Phantasten wieder auf den rechten Weg zu leiten.

      Was uns national-gesinnten Juden, die mit allen Fasern ihres Herzens und Lebens an ihrem Vaterland hängen, die sich mit dem Volk aller Confessionen verbunden fühlen, Leid und Freud mit ihnen teilten und teilen wollen, denen noch nie eine Opfer für ihr Vaterland groß genug war, was solche deutsch-fühlenden und deutsch-empfindenden Juden in den letzten Monaten erdulden und  verdauen mußten, weiß kein Christ – mag er auch noch so sehr gewillt sein mitzufühlen – zu ermessen.

      Vom eigenen Vaterland als Volks- und Landesverräter gebrandmarkt, gewissermaßen (um mich eines militär. Ausdrucks zu bedienen) aus dem Heere ausgestoßen zu werden, nur weil man Jude ist, so entehrt zu werden, daß es unser gemeinsamer Feind verurteilt und verabscheut, ist in der Weltgeschichte, soweit ich sie kenne, noch nie dagewesen.

      Umsomehr ist es  nun zunächst mein und unser sehnlichster Wunsch, Sie geehrter Herr Ringwald, recht bald vollkommen auf der Höhe Ihrer Kraft wieder zu wissen, um wenigstens einen körperlich und geistig gesunden und ehrlichen Menschen in unserer Umgebung zu haben, der von der affectiven Wahrheit nicht zurückschreckt und sie den irrgeführten Phantasten zu vermitteln sich bemüht.

      Mit den ergebensten Grüßen für Sie und Ihre l. Familie verbleibe ich Ihr Ihnen sehr dankbarer und ergebener           

      Alfred Odenheimer

       

      Photographien

      Alfred Odenheimer (Quelle: Ancestry).
      Hinette und Bernhard Odenheimer, die Eltern von Pauline Bollag geborene Odenheimer (Quelle: Privatarchiv Nelly Marksitzer).
      Westend in Emmendinger Altstadt. Links hinter dem Haus des Hafnermeisters Kraier lag die Zigarrenfabrik A. Odenheimer (Quelle: Stadtarchiv Emmendingen, Sammlung Hirsmüller).
      Wohnhaus der Familie Odenheimer bis 1937 in der Schlosserstraße 16 in Emmendingen, erstes Haus rechts. (Bild: Dieter Wörner 2016).
      Neujahrsfeier im Hause Odenheimer zum Jahreswechsel 1929/30 mit der nichtjüdischen Hausangestellten Maria Wetzel (Quelle: Stadtarchiv Emmendingen).
      Bar Mizwa von Ludwig Goldschmidt 1937. Von links: Sein Onkel Max Goldschmidt, Ludwig Goldschmidt, Alfred Odenheimer (Quelle: Stadtarchiv Emmendingen/Else Pripis).
      Alfred Odenheimer.
      Gertrud Odenheimer.
      Grab von Alfred und Gertrud Odenheimer auf dem Friedhof Hollywood Forever in Los Angeles (Quelle: Find A Grave).

      Dokumente

      Gratulation zum 80. Geburtstag von Bernhard Odenheimer am 29. Januar 1925 in den Breisgauer Nachrichten (Quelle: Sammlung Bernd Serger).
      Für seinen Privathaushalt sucht Alfred Odenheimer im April 1925 über die Breisgauer Nachrichten ein Mädchen, "das etwas kochen kann" (Quelle: Sammlung Bernd Serger).
      Im Februar 1932 veröffentlichte das Amtsgericht in Emmendingen in den Breisgauer Nachrichten den Eintritt von Josef Fasoli als Gesellschafter in die Firma Odenheimer (Quelle: Sammlung Bernd Serger).
      Boykottliste vom 1. April 1933, von der NSDAP in den "Breisgauer Nachrichten" veröffentlicht (Quelle: Stadtarchiv Emmendingen).
      Heiratsurkunde von Alfred Odenheimer und seiner ersten Frau Nanni (1) (Quelle: Ancestry).
      Heiratsurkunde von Alfred Odenheimer und seiner ersten Frau Nanni (2) (Quelle: Ancestry).
      Im April 1933 wehrte sich Alfred Odenheimer in den Breisgauer Nachrichten gegen Falschmeldungen (Quelle: Sammlung Bernd Serger).
      Brief von Alfred Odenheimer vom 22. Mai 1933 an den Emmendinger Unternehmer Karl Johann Ringwald (1) (Quelle: Dieter Wörner).
      Brief von Alfred Odenheimer vom 22. Mai 1933 an den Emmendinger Unternehmer Karl Johann Ringwald (2) (Quelle: Dieter Wörner).
      Brief von Synagogenrat Alfred Odenheimer an Kantor Josef Bandel vom 12. Oktober 1934 (Quelle: Jüdisches Museum Emmendingen).
      Brief von Synagogenrat Alfred Odenheimer an Kantor Josef Bandel vom 2. Juli 1936 (Quelle: Jüdisches Museum Emmendingen).
      1936 reisten Alfred und Gertrud Odenheimer mit einem Touristenvisum nach New York. Als Verwandten im Ursprungsland hat Alfred Odenheimer seinen Neffen Leopold Goldschmidt in Emmendingen angegeben, als Verwandte in den USA seine Schwägerin Anna Odenheimer in Los Angeles (Quelle: My Heritage).
      Annullierung der deutschen Staatsbürgerschaft von Alfred Odenheimer (Quelle: Ancestry).
      Zeugnis für Kurt Günzburger von Alfred Odenheimer vom 1. September 1937 (Quelle: StaF F 196/1 Nr. 5659).
      Rückwirkend erstelltes Zeugnis von Alfred Odenheimer für Kurt Günzburger vom 30. September 1938 (Quelle: StaF F 196/1 Nr. 5659).
      Passagierliste aus dem Jahr 1939 mit den Namen von Alfred, Gertrud, Hildegard und Klaus Odenheimer (1) (Quelle: Ancestry).
      Passagierliste aus dem Jahr 1939 mit den Namen von Alfred, Gertrud, Hildegard und Klaus Odenheimer (2) (Quelle: Ancestry).
      Einbürgerungsantrag von Alfred Odenheimer (Declaration) (Quelle: Ancestry).
      Einbürgerungsantrag von Alfred Odenheimer (Petition) (Quelle: Ancestry).
      Die amerikanische Volkszählung 1940 hat die Familie Odenheimer erfasst (Quelle: My Heritage).
      Registrierungskarte der amerikanischen Armee von Alfred Odenheimer (Quelle: Ancestry).

       

       

      Archiv & Quellen:

      Gedruckte Quellen / Publikationen

      • Brief von Alfred Odenheimer an Karl Johann Ringwald vom 22. Mai 1933, in: Dieter Wörner, Die Emmendinger Fabrikantenfamilie Ringwald und die badische Adelsfamilie Roeder von Diersburg - Eliten im Großherzogtum Baden", verlag regionalkultur ubstadt-weiher, 2024
      • Marksitzer, Nelly, Genealogiebericht von Veith Maier aus Odenheim, in: Maajan Band 5, Heft 120 August 2020, Seite 16-77
      • Stadt Emmendingen, Adressbuch Emmendingen 1933

      Archivalien

      ArchivQuelleSignatur
      Stadtarchiv Emmendingen Standesbücher

      –

      Stadtarchiv Emmendingen Meldekarte

      –

      Stadtarchiv Emmendingen Boykottliste

      –

      Stadtarchiv Emmendingen Schreiben von Alfred Odenheimer an Karl Johann Ringwald vom 22.5.1933

      J4 Firmenarchiv Ringwald, dortige Privatkorrespondenz KII

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Badisches Landesamt für kontrollierte Vermögen in Freiburg Gegenstand: Rückerstattung (Wiesen in Teningen, Regelmatten)

      F 166/3 Nr. 1093

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Badisches Landesamt für kontrollierte Vermögen in Freiburg Gegenstand: Rückerstattung (Grundstück mit Wohnhaus in Emmendingen, Schlosserstr. 16)

      F 166/3 Nr. 1094

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Badisches Landesamt für kontrollierte Vermögen in Freiburg Gegenstand: Rückerstattung (Rückübertragung von Wertpapieren)

      F 166/3 Nr. 1162

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Schondelmaier, Eduard, Firma, Hugstetten Mitbeklagte(r): Heppe, L., Fa., Herbolzheim; Geiger, Franz, Fa., Oberweier; Steyert, A., Fa., Gottenheim; Krämer, Julius, Fa., Friesenheim Gegenstand: Rückerstattung (Firmen-Rückübertragung, Grundstücke mit Wohnhäusern in Emmendingen)

      F 166/3 Nr. 1208

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Mitkläger: Odenheimer, Gertrude geb. Sternberg, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Bundesrepublik Deutschland, Oberfinanzdirektion Freiburg Gegenstand: Rückerstattung (Schadenersatz für entzogene Vermögenswerte, hier u.a.: Bankguthaben, Wertpapiere)

      F 166/3 Nr. 2885

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Land Baden-Württemberg, Oberfinanzdirektion Freiburg Mitkläger: Odenheimer, Alfred Beklagte(r): Bundesrepublik Deutschland, Oberfinanzdirektion Freiburg Gegenstand: Rückerstattung (Schadenersatz für entzogene Vermögenswerte, hier u.a.: Wertpapiere)

      F 166/3 Nr. 2986

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Land Baden-Württemberg, Landesamt für Wiedergutmachung Freiburg Gegenstand: Wiedergutmachung (Schadenersatz für Schäden an Eigentum und Vermögen; Auswanderungskosten, Transferverlust)

      F 166/3 Nr. 5296

      Staatsarchiv Freiburg Kläger: Odenheimer, Alfred, Los Angeles (USA) Beklagte(r): Land Baden-Württemberg, Landesamt für Wiedergutmachung Freiburg Gegenstand: Wiedergutmachung (Entschädigung für Schaden an Eigentum und Vermögen)

      F 166/3 Nr. 7513

      Staatsarchiv Freiburg Odenheimer, Alfred, geb. 1882

      F 196/1 Nr. 2917

      Staatsarchiv Freiburg Odenheimer, Alfred, Emmendingen

      P 303/4 Nr. 1186

      Sammlung Bernd Serger

      –

      Geni Stammbaum, verwaltet von Nelly Marksitzer

      –

      My Heritage Ellis Island und andere New York Passagierlisten, 1820-1957

      –

      My Heritage Volkszählung 1940 der Vereinigten Staaten

      –

      My Heritage Todesfälle in Kalifornien, 1940 – 1997

      –

      My Heritage U.S. Sterbe-Verzeichnis der Sozialversicherung (SSDI)

      –

      My Heritage Vereinigte Staaten, Bestattungsverzeichnis, 1900-2019

      –

      My Heritage Stammbaum, verwaltet von Enkelin Corinne Geller

      –

      Ancestry Mannheim, Deutschland, Heiratsregister, 1870-1920

      –

      Ancestry Deutschland, Index von Juden, deren deutsche Staatsbürgerschaft vom Nazi-Regime

      –

      Ancestry Kalifornien, Bewerbung um Einbürgerung, 1843-1999

      –

      Ancestry US-amerikanische Einzugsregistrierungskarten 2. Weltkrieg, 1942

      –

      Find A Grave Alfred Odenheimer

      –