Lore Levi, geb. Veit


      geb.: 18.7.1930 in Emmendingen

      gest.: 12.3.2016 in Emerson, New Jersey, USA


      Wohnorte:

      1930

      Von: 18.7.1930 bis: 1.4.1938

      Klostergasse 1, Emmendingen

      Emigration:

      1938

      Von: 7.4.1938 bis: 15.4.1938

      Aus: Le Havre, Frankreich nach: New York, USA

      Transportmittel: Schiff SS Manhattan

      Emigration mit ihren Eltern Meta und Alfred Veit Verwandte im Ursprungsland: Cousine Jula Günzburger, Karl-Friedrich-Str. 40, Emmendingen Verwandter in den USA: Cousin Benjamin J. Weil, 33 E, 48th Street, Brooklyn, New York


       

      Familienzusammenhänge

      Eltern:

      Mutter:

      Meta Veit, geb. Kern

      geb. am 25.2.1906 in Böchingen

      gest. am 12.1.1985 in Emerson, New Jersey, USA

      Vater:

      Alfred Veit

      geb. am 1.11.1895 in Emmendingen

      gest. am 13.9.1970 in Vineland, New Jersey, USA


      Ehepartner:

      Hochzeit am: 21.3.1951

      in: Manhattan, New York, USA

      Rolf Ralph Lothar Levi

      geb. am 26.3.1924 in Essen

      gest. am 28.7.1972 in Emerson, New Jersey, USA

       

      Biografie

      Lore Veit wurde am 18. Juli 1930 in Emmendingen geboren. Ihre Eltern sind Meta und Alfred Veit. Ihr Vater war Viehhändler von Beruf. Die Familie lebte im Elternhaus ihres Vaters in der Klostergasse 1. Bis zu ihrem Tod Anfang Mai 1933 lebte Großmutter Sophie Veit noch im Haus. Ihr Vater fuhr einen Ford. Ihre Eltern beschäftigten ein christliches Dienstmädchen und waren häufig in Freiburg im Theater, in Konzerten und Vorträgen.

      Schule

      Von Ostern 1936 an besuchte Lore Veit die jüdische Schulabteilung an der Markgrafenschule in Emmendingen. Schon am 20. Juli 1934 hatte Kreisschulamtsleiter Adolf Leibiger die Anweisung erteilt, die jüdischen Schülerinnen und Schüler aus ihren Klassen herauszuziehen. Der jüdische Lehrer Isaak Hobel unterrichtete alle jüdischen Kinder in zwei Klassen (1. bis 3. und 4. bis 8.). Nach der Schließung der jüdischen Schulabteilung in Emmendingen an Ostern 1937 wegen zu geringer Schülerzahlen mussten die Kinder an die  jüdische Schulabteilung an der Lessingschule in Freiburg wechseln. Dort war Lore Veit bis Ostern 1938.

      Emigration in die Vereinigten Staaten

      Am 7. April 1938 ging die Familie Veit in Le Havre an Bord der SS Manhattan. Am 15. April 1938 kam sie in New York an. In New York wurde Lore Veit am 27. April 1938 in die erste Klasse der 39. Volksschule im New Yorker Stadtteil Bronx aufgenommen. Am 23. Mai 1938 zog die Familie nach Oakridge in New Jersey, weil Meta und Alfred Veit dort Arbeit als Dienerehepaar gefunden hatten. Am 12. September 1938 waren die Veits zurück in New York, und Lore Veit besuchte wieder dieselbe Volksschule, an der sie bis 5 Juni 1943 blieb. Am 13. September 1943 begann das neue Schuljahr an der Woodside Junior High School in Queens. Dort blieb sie bis 25. Juni 1946. Dann besuchte sie vom 9. September 1946 bis 30. Januar 1949 die William Cullen Bryant High School.

      Aus den Akten geht nicht hervor, warum sie die High School nicht abschloss. Die Familie Veit wohnte bis 1951 in New York, in 47-29 47. Straße Woodside. Erst dann zogen ihre Eltern nach Vineland, New Jersey, um eine Hühnerfarm zu übernehmen. Insofern kann man fragen, ob die Aussage, sie habe Zahnheilkunde studieren wollen, aber umständehalber nicht können, zutrifft. Vom 12. Juni 1949 bis 15. Dezember 1949 arbeitete Lore Veit als Sprechstundenhilfe beim Zahnarzt Dr. Philipp Cohen, 87-64 Parsons Boulevard in New York Jamaica.

      Familiengründung

      Am 21. März 1951 heiratete Lore Veit in Manhattan Rolf Levi aus Essen, der sich in den USA Ralph nannte. 1956 kam die erste Tochter auf die Welt. Das Ehepaar bekam drei Töchter und einen Sohn und wohnte in den 1950er Jahren in 80-15 Grenfeld Street in Kew Gardens, New York.

      1970 verlor Lore Levi ihren Vater. Zwei Jahre später starb ihr Mann Ralph Levi in Emerson, New Jersey. Am 1. März 1984 zog Meta Veit zu ihrer Tochter. Sie starb am 12. Januar 1985 mit 78 Jahren in Emerson.  Lore Levi starb am 12. März 2016 mit 85 Jahren in Emerson.

      Dorothea Scherle

       
      Susan Levi, eine Tochter von Lore/Laura und Rolf/Ralph Levi (Quelle: Ancestry).
      Grab von Lore und Ralph Levi auf dem Beth-El Cemetery in Paramus, New Jersey (Quelle: Find A Grave).

      Dokumente

      Passagierliste aus dem Jahr 1938 mit den Namen von Alfred, Meta und Lore Veit. Als Verwandte im Ursprungsland hat Alfred Veit seine Cousine Jula Günzburger in Emmendingen angegeben, als Verwandten in den USA seinen Cousin Benjamin J. Weil in New York (Quelle: My Heritage).
      Die amerikanische Volkszählung 1940 hat die Familie Veit erfasst (Quelle: My Heritage).
      Einbürgerungsantrag von Rolf Levi von 1942 (Declaration) (Quelle: Ancestry).
      Heiratsindex mit dem Namen von Lore Levi geborene Veit (Quelle: Ancestry).
      Heiratsindex mit dem Namen von Lore Levi geborene Veit (Quelle: Ancestry).
      Eidesstattliche Versicherung von Lore Veit vom 1. August 1956 (Quelle: StaF F 196/1 Nr. 9768).

       

       

      Archiv & Quellen:

      Archivalien

      ArchivQuelleSignatur
      Stadtarchiv Emmendingen Standesbücher

      Stadtarchiv Emmendingen Meldekarte

      Staatsarchiv Freiburg Veit, Alfred, geb. 1895

      F 196/1 Nr. 6106

      Staatsarchiv Freiburg

      F 196/1 Nr. 9768

      My Heritage Ellis Island und andere New York Passagierlisten, 1820-1957

      My Heritage Volkszählung 1940 der Vereinigten Staaten

      My Heritage U.S. Behördendaten Verzeichnis

      Ancestry New York City Ehelizenz-Index 1908-1972

      Ancestry New York City Eheschließungen, 1950-2017

      Ancestry Jahrbücher von US-Schulen, 1900-1999

      Ancestry New Jersey Todes Index, 1920-1929, 1949-2017

      Find A Grave Lore und Ralph Levi, Grab